Radfahren in Oberhaching

Radverkehr auf der Straße | Tempo 30-Zonen

Button Oberhaching steigt aufRadverkehr findet in Oberhaching grundsätzlich auf der Fahrbahn statt. Denn Radverkehr ist Fahrverkehr! Seit dem Jahr 2003 gilt in Oberhaching nahezu flächendeckend Tempo 30. Diese Zonen sind ausdrücklich als Mischverkehrsflächen definiert, d.h., Radler und Autofahrer nutzen denselben Verkehrsraum. Die Gehwege stehen allein den Fußgängern sowie Kindern bis 10 Jahre fürs Radlfahren zur Verfügung! Ein Erwachsener darf das Kind (bis zum 8. Lebensjahr) mit dem Fahrrad auf dem Gehweg begleiten. Aus diesem Grund sind innerhalb der Gemeinde die bisher als „Gemeinsamer Geh- und Radweg“ beschilderten Abschnitte in „Gehweg – Radfahrer frei“ umbeschildert worden. Das heißt, dort dürfen Radfahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und die Fußgänger genießen absoluten Vorrang! Mit der gebotenen gegenseitigen Rücksicht ist ein flächeneffizientes Miteinander von Fuß-, Rad- und Autoverkehr machbar.

Worauf Sie besonders achten sollten:

  • Ausreichender Sicherheitsabstand beim Vorbeifahren an parkenden Autos
  • „Toter Winkel“ bei Lastkraftwagen
  •  Fahren Sie bei Dunkelheit mit Licht (Rückstrahler, Speichenreflektoren)
  • Das Tragen einer Warnweste erhöht die Sicherheit

Kurze Wege | durchlässige Sackgassen

Mit dem Fahrrad kommt man in Oberhaching immer schnell ans Ziel. Insbesondere die insgesamt 47 sogenannten „durchlässigen Sackgassen“ in Oberhaching sind für Fußgänger und Radfahrer ein großer Vorteil. Denn: Autos müssen Umwege fahren, Fahrräder dürfen innerhalb bebauter Gebiete den direkten Weg benutzen.

Beschilderung "durchlässige Sackgasse"Durch das engmaschige Wegenetz kann man mit dem Radl ganz bequem seine alltäglichen Wege zurücklegen: die täglichen Fahrt zur Arbeit, der Schulweg, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Gerade auch das Einkaufen mit dem Radl bringt viele positive Aspekte für die Umwelt und die Gesundheit mit sich. Radlfahrer stärken den lokalen Einzelhandel, da sie meistens in kurzer Distanz zum Wohnort einkaufen sowie treue und häufige Kunden sind. Helfen Sie also bitte mit, eine aktive Mobilitätskultur in Oberhaching zu schaffen. Fahren Sie die vielen wohnortnahen Läden, Dienstleistungsbetriebe und Freizeitpunkte mit dem Fahrrad an. Danke!

Wegweisende Beschilderung

Fahrradabstellplatzsatzung

Die durch die Gemeinde erlassene Satzung regelt die Pflicht zur Herstellung und Bereitstellung von Abstellplätzen für Fahrräder. Sie gilt nicht für Ein- und Zweifamilienhäuser, aber für Wohngebäude mit mehr als 2 Wohneinheiten, für zukünftig zu errichtende Büro- und Praxisräume, Verkaufsstätten, Sportplätze und Gaststätten. Das Fahrrad sollte also auf Grundlage dieser Satzung jederzeit "griffbereit" zur Verfügung stehen.

Fahrradabstellanlagen

Die Abstellanlagen für Fahrräder baut die Gemeinde kontinuierlich aus. Sowohl an den Bahnhalten, in den Ortsmitten als auch an den Bushaltestellen. Am Bahnhof Deisenhofen stehen 460 überdachte und 90 offene Abstellplätze zur Verfügung. Am Bahnhalt Furth stehen 140 überdachte und 60 offene Abstellplätze zur Verfügung. An den Radabstellanlagen werden erkennbare Schrotträder regelmäßig entfernt. Im September 2020 sind auf der Westseite des Bahnhofs Deisenhofen 24 abschließbare Fahrradboxen mit Online-Buchungssystem in Betrieb gegangen.
Im Rahmen der Planung der "Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Deisenhofen", an der sämtliche Mobilitätsangebote aufeinandertreffen, liegt ein Augenmerk auf dem weiteren signifikanten Ausbau von überdachten und mögllichst abschließbaren Radl-Abstellplätzen.

Radhauptverbindung München – Süd

Schnelle Radverbindung von Sauerlach bis nach München durchgängig nutzbar.
Auf der 13 Kilometer langen asphaltierten Strecke zwischen Sauerlach über Oberhaching und der Stadtgrenze können die Radler ganzjährig durchstarten. Damit sie ganzjährig genutzt werden kann, wird dort auch Schnee geräumt.  Der Landkreis finanziert den Winterdienst.

Radhauptverbindung im Landkreis München

Fahrradstraße - ergebnisoffene Untersuchung

Überlegungen und Anregungen, die Linien- und die Sauerlacher Straße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen, gibt es schon länger. Die Radhauptverbindung nach München bzw. nach Sauerlach ist nunmehr durchgängig realisiert und erfreut sich sehr großer Beliebtheit, allerdings nicht bei allen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern. Das liegt vor allem an den wenigen, aber sehr rücksichtlosen Sportradlern, die eher den Tacho oder die Uhr als die anderen, insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer, im Blick haben. Doch auch die absolute Zahl an Radlern, die gerade an sonnigen und trockenen Tagen unterwegs ist, stellt eine Herausforderung dar.

Deshalb wird zunächst von einem Fachbüro die Sinnhaftigkeit und Machbarkeit einer Fahrradstraße ergebnisoffen untersucht, sind doch bei der Einrichtung einer Fahrradstraße sehr viele rechtliche, gestalterische und verhaltensbezogene Aspekte zu beachten. Ein Schnellschuss verbietet sich von daher! Umso mehr, als dass es sich um die erste Fahrradstraße in Oberhaching handeln würde, die auch andernorts, wo diese bereits eingerichtet sind, viele Verkehrsteilnehmer eher irritieren und verunsichern, da sie häufig noch nicht wissen, welche Regeln in einer Fahrradstraße gelten.

Kennzeichnungspflicht für Sportradler?

Mit der Zunahme des Radverkehrs insgesamt nimmt leider auch die Zahl der sehr rücksichtlosen Sportradler zu. Diese kleine Gruppe äußerst eigensinniger und lautstarker Spezialisten ramponiert mit ihrer gefährlichen Fahrweise den guten Ruf der Vielzahl der vernünftigen Radlerinnen und Radler. Es sind mittlerweile leider zu viele Einzelfälle, um augenzwinkernd oder schulterzuckend darüber hinweg zu gehen, zumal das Motto „leben und leben lassen“ von dieser Spezies von Radfahrer gerne recht einseitig bis fragwürdig genutzt wird. Auch die Polizei tut sich sehr schwer, diese Radler zu stellen und zu verwarnen.

Deshalb unterstützt die Gemeinde Oberhaching eine Kennzeichnungspflicht (oder anderweitige Identifizierungsmöglichkeit) von (Sport-)Fahrrädern bzw. Radlern. Damit soll das gedeihliche Miteinander gefördert und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Es muss möglich sein, rücksichtsloses und gefährliches Verhalten sowie zu schnelles Radeln wirksam ahnden zu können. Gegebenenfalls sind diesbezüglich auch fahrradspezifische Anpassungen in der Straßenverkehrsordnung vorzunehmen. Hierfür soll u.a. im Gemeindetag geworben und eine möglichst breit getragene Initiative in Richtung des Gesetzgebers gestartet werden.