Ausblick Busverkehr

Die Gemeinde strebt den landkreisübergreifenden Ausbau das Busverkehrs an. Möglichst gepaart mit bedarfsgerechten (sogenannten "On-Demand"-) Angeboten, die eine räumliche und zeitliche Flexibilität bieten und unnötige Leerfahrten von grosse Bussen in Schwachlastzeiten vermeiden helfen.

Einführung Ringbuslinien

Im Rahmen der landesbedeutsamen Ringbuslinien werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 die Expressbuslinie X320 nach Wolfratshausen sowie die Expressbusline X203 nach Heimstetten in Oberhaching beginnen bzw. enden. Am Schulcampus, also an der Westseite der S-Bahn, soll dazu ein Busbahnhof entstehen, um dem Busverkehr entsprechende Wendemöglichkeiten zu bieten.

Damit die neuen Buslinien nicht durch den Ort fahren müssem, wird die Sauerlacher Straße saniert und erweitert. Bis dieses fertig umgesetzt ist, werden die beiden Expressbuslinien voraussichtlich den Bahnhalt Furth ansteuern. Ferner wurde im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises München eine neue MVV-Regionalbuslinie Deisenhofen - Ödenpullach - Straßlach - Kloster Schäftlarn (-Starnberg) angeregt.

On-Demand-Angebote

In einigen Regionen Deutschlands sind sogenannte "On-Demand-Busverkehre" bereits im Einsatz. "On Demand", das heißt "auf Bestellung" oder "auf Abruf", z.B. per App, das bedeutet, der Fahrgast bestimmt, wann und wohin er innerhalb eines vorgegebenen Gebiets fahren möchte. Solche "Bedarfsverkehre" sind eine sinnvolle Ergänzung zum regulären ÖPNV  - und zwar genau dann und dort, wo sich klassische Buslinien nicht lohnen oder wo das fahrplanbasierte Bus-Angebot verdichtet oder ersetzt werden soll.

Ein Konzept für ein nächtliches On-Demand-Angebot im Hachinger Tal wird durch den Landkreis München und den MVV entwickelt. Darüber hinaus strebt die Gemeinde ein den ÖPNV sinnvoll ergänzendes On-Demand-Angebot für den südlichen Landkreis München und den nörtlichen Landkreis Bad Tölz an.

Umweltfreundlich

Die Gemeinde Oberhaching und der Landkreis München sind bestrebt, dass gerade die neu hinzukommenden Buslinien möglichst umweltfreundlich und lärmarm betrieben werden, vorzugsweise auf Wasserstoffbasis. Auch der Einsatz batterieelektrischer Busse wird geprüft, dann ist allerdings eine aufwendige und teure Ladeinfrastruktur erforderlich.

Langfristiges Ziel ist es, die Mobilitätsangebote im Landkreis und darüber hinaus so attraktiv zu gestalten, dass die Menschen das Auto stehen lassen und den ÖPNV nutzen.