Haushalt und Finanzen der Gemeinde Oberhaching 2017

Haushalt und Finanzen  2017
Der Haushaltsplan 2017 wurde am 7. März 2017 vom Gemeinderat als Haushaltssatzung verabschiedet.

In der Haushaltssatzung werden auch die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuer für das Haushaltsjahr festgelegt. Diese betragen:

Gewerbesteuerhebesatz:        250  v. H.
Grundsteuerhebesatz  A + B:  275  v. H.

Nach der Finanzplanung sollen sich diese Hebesätze auch in den kommenden Jahren nicht ändern.

Der kommunale Haushaltsplan besteht aus zwei Teilen, dem Verwaltungs- und dem Vermögenshaushalt.

Der Verwaltungshaushalt bildet den laufenden Betrieb ab, wie die Personalkosten, Bewirtschaftungs- und Unterhaltsaufwendungen, laufende Zuschüsse, alle Steuer- und Gebühreneinnahmen und die Steuerausgaben. Im Jahr 2017 beträgt das Volumen des Verwaltungshaushalts 44.687.300 €. Ein wichtiger Indikator ist das anvisierte Ergebnis des Verwaltungshaushaltes. Im Jahr 2017 wird ein Überschuss von 1.570.200 € erwartet. Dieser Überschuss wird für Investitionen an den Vermögenshaushalt weitergeleitet.

Der Vermögenshaushalt bildet die Investitionen der Gemeinde ab, wie Hochbaumaßnahmen, Straßenbaumaßnahmen, Investitionszuschüsse und Grunderwerb. Dafür sind im Jahr 2017 insgesamt 19.995.900 € vorgesehen.

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Einnahmepositionen im Verwaltungshaushalt.

Einnahmen im Verwaltungshaushalt
Die Übersicht über die Einnahmeseite zeigt, dass die Steuereinnahmen die größte Position ausmachen. Sie verteilen sich wie folgt:


Steuereinnahmen


Die obenstehende Grafik zeigt, wie wichtig die Gewerbesteuer für den gemeindlichen Haushalt ist. Es lohnt sich einen genaueren Blick darauf zu werfen.
Die nachfolgende Grafik zeigt die Ergebnisse (blau) und die Erwartungen der Gewerbesteuereinnahmen (rot) in den jeweiligen Jahren.


Gewerbesteuer


Von den gemeindlichen Steuereinnahmen fließt ein erheblicher Teil an den Landkreis (Kreisumlage) und an den Staat (Gewerbesteuerumlage). Dies ist oft nicht bekannt bzw. wird unterschätzt. Die nachfolgende Grafik zeigt was der Gemeinde von den Steuereinnahmen übrig bleibt, das sogenannte „Netto-Steueraufkommen“:

Nettosteueraufkommen

Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt stellen sich folgendermaßen dar:

Ausgaben im Verwaltungshaushalt
Die nachfolgende Aufstellung gibt Auskunft darüber, welche Einrichtungen im laufenden Betrieb über die zu erzielenden Einnahmen hinaus (z. B. Gebühren) besonders bezuschusst werden (ohne Investitionen):

Laufender Zuschussbedarf von Einrichtungen


Die Kommunalfinanzen haben sich nach dem Einbruch des Jahres 2009 in den letzten Jahren wieder erholt. Die nachfolgende Graphik zeigt den wieder zunehmenden Finanzspielraum (grau hinterlegt).

Entwicklung der Kreisumlage
Wie bereits eingangs erwähnt ist der Überschuss des Verwaltungshaushaltes ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit einer Gemeinde. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung auch für die zurückliegenden Jahre.

Zuführung an Vermögenshaushalt

Mit dem Haushaltsplan wird auch der Finanzplan der kommenden drei Jahre beschlossen, er wird auch Investitionsplan genannt. Die nachfolgende Grafik zeigt die Bereiche/Projekte, in welche die Gemeinde in diesem und in den nächsten Jahren investieren will.

Investitionen 2017
2017 sind Investitionen im Umfang von rund 19,99 Mio. €  vorgesehen.

Ausgaben im Vermögesnshaushalt

Der Großteil der Investitionen fließt in die Schulen (Grundschule Deisenhofen rd. 6,2 Mio. €),  in den Straßenbau und Wohnungswesen (rd. 3,4 Mio. €), in Rohrleitungsinvestitionen des gemeindlichen Wasserwerks (rd. 0,7 Mio. €).  Für den Grunderwerb für Einheimischenmodelle sind 3,5 Mio. € vorgesehen.

In den Finanzplanungsjahren 2018-2020 hat der Gemeinderat folgende Schwerpunkte gesetzt:


Investitionsschwerpunkte 2018 - 2020

Zur Kostendeckung der geplanten Investitionen müssen in den Jahren 2018 bis 2020 nicht nur die Rücklagen herangezogen, sondern voraussichtlich auch Kredite aufgenommen werden.


Zusammenfassung und Übersicht über die Finanzplanungsjahre  

Übersicht Finanzplanungsjahre

Stand der Rücklage

Die allgemeine Rücklage wird zu Beginn des Haushaltsjahres 2017 nach dem vorläufigen Abschluss 2016 voraussichtlich rd. 1,6 Mio. € betragen. Die gesetzlich geforderte Mindestrücklage wird damit deutlich übertroffen. Die Rücklage steht für Investitionen des Jahres 2018 zur Verfügung. Eine erneute Rücklagenzuführung wird aufgrund der geplanten Investitionen im Jahr 2017 und den Finanzplanungsjahren 2018 bis 2020 voraussichtlich nicht möglich sein.

Stand der Schulden

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zu Beginn des Haushaltsjahres 2017  rd. 21,90 Mio. €, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von rd. 1.638  € bei 13.371  EW am 31.12.2015 entspricht. Der Landesdurchschnitt liegt bei Gemeinden unserer Größenklasse am 31.12.2015  bei  715  €  je Einwohner.
Im Jahr 2017  ist zur Finanzierung der Investitionen eine Kreditaufnahme von 6.292.100 € geplant. Dadurch erhöht sich, nach Abzug der laufenden Tilgung der Schuldenstand voraussichtlich auf rd. 27,47 Mio.

Ob eine Kreditaufnahme in diesem Umfang tatsächlich notwendig wird, hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen und dem Fortschriftt der einzelnen geplanten Investitionsmaßnahmen des Jahres 2017 ab.

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