Dienstleistung

Grundsteuer; Festsetzung durch die Gemeinde

Die Gemeinden erheben von den Grundstückseigentümern zur Finanzierung ihrer Aufgaben Grundsteuer. Die zuständige Gemeinde setzt nach der Feststellung des Einheitswerts und des Grundsteuermessbetrags durch das zuständige Finanzamt die Grundsteuer fest.
Grundsteuer A oder B?

Die Grundsteuer A (agrarisch) wird auf Grundstücke der
Land- und Forstwirtschaft und die Grundsteuer B (baulich) für
bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude erhoben.
Ansprechpartner
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Ansprechpartner
Formulare
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Formulare
Voraussetzungen
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Voraussetzungen
Wer muss Grundsteuer zahlen?
Jede natürliche oder juristische Person, die Eigentümer eines
Grundstückes bzw. Wohnungseigentumes ist (auch z.B. Garagen,
etc.). Sind mehrere Personen gemeinsam Eigentümer,
sind diese Gesamtschuldner (§ 10 Abs. 3 Grundsteuergesetz).
Das heißt, jeder Einzelne schuldet die gesamte Leistung
(§ 44 Abgabenordnung, Gesamtschuldnerhaft), wobei selbstverständlich
die Leistung insgesamt nur einmal zu erbringen ist.
Verfahrensablauf
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Verfahrensablauf
Wie berechnet sich die Grundsteuer?
Das Finanzamt München, Abteilung Körperschaften, stellt
den sogenannten Einheitswert für Ihr Grundstück fest und
berechnet die Grundsteuermesszahl. Die Gemeinde erhebt
die Grundsteuer auf der Grundlage der Grundsteuermesszahl
des Finanzamts und multipliziert diese mit dem Grundsteuer-
Hebesatz, der in der Haushaltssatzung festgelegt wird.
Derzeit beträgt der Hebesatz in Oberhaching für die:

Grundsteuer A: 275 % Grundsteuer B: 275 %

Verglichen mit anderen Gemeinden unserer Größenordnung ist
dies ein sehr moderater Hebesatz. Der durchschnittliche Grundsteuerhebesatz
für bebaute Grundstücke (B) beträgt in Bayern
320 %. Für Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft (A) wird
in Bayern durchschnittlich ein Hebesatz von 327 % erhoben.

Bescheidversand
Grundsteuerbescheide sind Mehrjahresbescheide, das heißt sie
gelten solange bis sich etwas an der Berechnungsgrundlage
(Messbetrag oder Hebesatz) ändert. Aus Gründen der Transparenz
und Bürgerfreundlichkeit erhalten Sie von uns in der
Regel alle 2 Jahre einen Grundsteuerbescheid. Wir empfehlen
Ihnen, den zuletzt ergangenen Grundsteuerbescheid für steuerliche
Zwecke aufzubewahren.

Mieterabrechnung
Die Abrechnung der Grundstücksabgaben und -steuern erfolgt
in der Gemeinde Oberhaching gemäß den einschlägigen
Gesetzen und Satzungen nur mit dem Eigentümer. Abrechnungen
mit Dritten sind nur in Ausnahmefällen möglich, zum
Beispiel bei Nießbrauchberechtigten oder Betreuern gegen
entsprechenden Nachweis.

Eigentümerwechsel
Eine Eigentumsumschreibung ist aufgrund der gesetzlichen
Vorschriften nur zum Beginn des Kalenderjahres möglich, das
dem Eigentumsübergang folgt. Die Umschreibung wird vom
Finanzamt München für Körperschaften auf der Grundlage des
Notarvertrages durchgeführt. Die Gemeinde kann seinerseits
die Umschreibung erst durchführen, wenn der entsprechende
Grundsteuermessbescheid mit dem „neuen“ Eigentümer vom
Finanzamt ergangen ist. Bis dahin bleibt der „alte“ Eigentümer
zahlungspflichtig! Dies ist häufig nicht bekannt und führt zu
Irritationen.

Käufer und Verkäufer müssen im Rahmen des privatrechtlichen
Kaufvertrags (in der Regel die Notarurkunde) den Übergang
von Nutzen und Lasten selbst regeln, bis ein neuer Grundsteuerbescheid
ergeht. Es handelt sich hier um einen privatrechtlichen
Anspruch, im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen
Steueranspruch der Gemeinde.

Finanzamt München für Körperschaften:
Katharina-von-Bora-Straße 4, 80333 München,
Tel. 089 1252-7554.
Frist/Dauer
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Frist/Dauer

Wann ist die Grundsteuer fällig?
Die Grundsteuer wird jeweils für das Kalenderjahr festgesetzt
und ist in vier Raten zu folgenden Terminen zu zahlen:

› 15. Februar
› 15. Mai
› 15. August
› 15. November

Hinweis:
Auf schriftlichen Antrag bei der Gemeinde (Steuerstelle)
kann die Grundsteuer auch in einem Jahresbetrag gezahlt
werden. In dem Fall ist die Grundsteuer in den Folgejahren
am 1. Juli jeden Jahres fällig.

Rechtsbehelf
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Rechtsbehelf
Einspruch
Sonstiges
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Sonstiges
Zugehörigkeit zu
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Zugehörigkeit zu