Ortsentwicklung, Flächennutzungsplan und Ortsgestaltung

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Oberhachings Planungstradition

Oberhaching feierte 1999 seine 1250-Jahrfeier. Entsprechend groß ist das historisch gewachsene Erbe, gerade im Hinblick auf das Ortsbild. Während Ende der 60er Jahre viele Orte auf Neubaugebiete in großem Stil und auf Wachstum setzten, startete Oberhaching unter dem Titel "Entwicklungsplanung" einen sehr ambitionierten, integrativen Planungsprozess.

Ab 1968 befassten sich Beiräte, Arbeitskreise, Gemeinderat, Bürger und Fachinstitute mit Fragen der technischen und sozialen Infrastruktur, der angestrebten Endgröße der Gemeinde und einem landschaftsgebundenen, voralpenländischen Ortsbild. Seit 1974 flossen die Vorgaben der Entwicklungsplanung schrittweise in Bebauungs- und Strukturpläne ein. 

Die wesentlichen Ziele der Ortsentwicklung sind bis heute aktuell und wurden im Flächennutzungsplan von 2005 noch einmal ausdrücklich festgeschrieben:

1. Die Gemeinde soll weiterhin moderat und organisch von innen nach außen wachsen unter Berücksichtigung der Kapazitäten der öffentlichen Infrastruktur.

2. Die Wohnsiedlungsentwicklung und die gewerbliche Nutzung sollen weiterhin in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander erfolgen.

3. Es soll eine stabile und ausgewogene Bevölkerungsstruktur in Bezug auf die Altersstruktur und die sozialen Schichten angestrebt werden.

4. Die wohnortnahe und möglichst zentrumsnahe Versorgung mit leistungsfähigen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben soll künftig gesichert werden.

5. Bei der künftigen Entwicklung soll mit Kulturlandschaft, Natur und Topographie bewusst und rücksichtsvoll umgegangen werden. Das bedeutet ein Freihalten möglichst großer Bereiche der Rodungsinsel, ein bewusst gestalteter Ortsrand und ein Vermeiden von Zersiedelung und unnötiger Versiegelung von Flächen.

6. Das landschaftsgeprägte Bauen mit großzügigen Freiflächen im Siedlungsbereich, die Ortsbausatzung und die Gestaltung der öffentlichen Räume soll weitergeführt werden.

7. Die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Gemeinde soll gestärkt werden.

Insbesondere der Aspekt des landschaftsgebundenen Bauens führte bereits 1975 zur  Ortsgestaltungssatzung. Das Ziel war und ist, die Unverwechselbarkeit der Gemeinde und des Ortsbildes zu wahren. Dazu zählt auch eine möglichst große Offenheit der Grundstücke, die Kontakte und das Miteinander fördert.

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