Neues aus Oberhaching

Tipps für umweltbewusste Hundehalter


Ihr Beitrag als verantwortungsbewusster Hundehalter

 
Der Hund ist ein treuer Freund der Menschen. Er bringt Leben, Abwechslung und Freude ins Haus. Deshalb nimmt die Zahl der Hunde auch ständig zu. Hundehalter tragen aber auch eine große Verantwortung.
 
Mit meinem Hund in der Natur
 
Naturgemäß brauchen Hunde, auch wenn sie noch so klein sind, ihren Auslauf. Sie möchten sich bewegen und die Umgebung erkunden. Je nach Rasse ist die Veranlagung, anderen Tieren nachzustellen, unterschiedlich stark ausgeprägt. Jagen ist für Hunde die natürlichste Sache der Welt. Dementsprechend ergeben sich durch die verschiedenen Hunde unterschiedliche Gefahrenmomente für andere Tiere. Hundehalter und Hund nutzen die Natur, um sich und den Hunden das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Hundehalter trägt jedoch die Verantwortung für das Treiben seines Vierbeiners und es gilt sich rücksichtsvoll in der Natur zu bewegen. Dabei ist auch auf die Belange anderer erholungssuchender Menschen, mit oder ohne Hund, Rücksicht zu nehmen.
 
Wir bewegen uns im Wohnzimmer des Wildes.
Für Hunde besteht sowohl im Wald als auch in der Landschaft zunächst einmal kein Leinenzwang. Einschränkungen und Sondervorschriften gibt es für das Betreten von Landschafts- und Naturschutzgebieten. Die Naturschutzgesetze verbieten grundsätzlich, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu belästigen, zu fangen, zu verletzten oder gar zu töten.
 
Wann muss man als Hundehalter besonders vorsichtig sein?

Wild ist in der Regel dämmerungsaktiv, vor allem in den Morgen und Abendstunden fressen die Tiere. Das ist auch die Zeit der Jagdausübung (in der Regel Mai bis Dezember).
 
Im Frühling und im Frühsommer werden die meisten Jungtiere geboren. Das ist die Zeit, in der die Kinderstube des Wildes ungestört sein sollte.
 
Jungtiere, wie Rehkitze, Junghasen oder Fasanenküken sitzen oft in hohen Wiesen – werfen Sie Bälle und andere Dinge für den Hund nicht in Bereiche, in denen Jungtiere in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
 
Befindet sich ein Hund außerhalb des Einwirkungsbereichs des Hundehalters und stellt einem Wildtier, das er auch gefährden kann, erkennbar nach, so ist der Jagdschutzberechtigte nach Bayerischem Jagdgesetz und auch nach Bundesjagdgesetz verpflichtet, zum Schutz des Wildes tätig zu werden.
In letzter Konsequenz bedeutet das, dass der Jäger berechtigt und sogar verpflichtet ist, einen wildernden Hund zu erlegen, um das Wild zu schützen.
 
Bereits das Aufstöbern, Beunruhigen oder Hetzen von Wildtieren
kann den Verdacht des Wilderns begründen und entsprechende
Konsequenzen nach sich ziehen.
 
Die Freude an einem gehorsamen Hund ist um ein Vielfaches größer und es gibt weniger Probleme für Hundehalter, Hund und Natur. Nutzen Sie die Chance im Rahmen einer Ausbildung mehr über sich und Ihren Hund herauszufinden, das Training endet allerdings nie.

Mein Hund und seine „Hinterlassenschaften“
 
Damit Sie als Hundehalter auch Ihre Mitmenschen als Freunde behalten können, sollten Sie sich nicht nur für Ihren vierbeinigen Liebling selbst, sondern auch für dessen Hinterlassenschaften verantwortlich fühlen. Denn Hundekot ist nicht nur unappetitlich anzusehen, sondern kann auch Infektionsquelle für Krankheitserreger sein.
 
Nach Angaben von Hygienikern sind bis zu 20% (bei drei bis sechs Monate alten Hunden sogar 40-90% aller Hunde von Spulwürmern befallen. Die Eier der Spulwürmer werden mit dem Hundekot ausgeschieden. Die Eier entwickeln sich in wenigen Monaten zur Ansteckungsreife. Sie bleiben auch nach der Verwitterung des Kots in der Erde mehrere Jahre lebensfähig und damit infektiös. Nimmt der Mensch Spulwurmeier auf, entwickeln sich diese zu Larven, die über die Blutbahnen in die Organe und das Gehirn wandern und dort schwere Schäden verursachen können. Besonders Kinder sind hier gefährdet.
 
Dass Hunde „mal müssen“, lässt sich nicht ändern.
Aber: Die Spuren von Hundekot lassen sich ohne großen Aufwand beseitigen:
Nehmen Sie einfach auf jedem Spaziergang eine Plastiktüte mit. Im gesamten Gemeindegebiet sind auch zahlreiche Tütenspender („belloo“) installiert, aus denen Sie auf Ihren Spaziergängen mit dem Hund solche Tüten kostenlos entnehmen können.
 
Wenn Ihr Hund es doch einmal getan hat, benutzen Sie geeignete Hilfsmittel, um es gleich wieder zu entfernen. Im Fachhandel gibt es dazu spezielle Hundekottütchen, es eignen sich auch Schaufel, Papiertaschentücher, Zeitungen oder einfache kleine Plastikbeutel zur Beseitigung des Kotes. Im Bürgerbüro erhalten Sie bei der Anmeldung eines Hundes spezielle Hundekotzangen, die die Angelegenheit einfacher und hygienischer machen.
Sind die Hundekotbeutel dann gefüllt, gehören diese verknotet zu Hause in den Restmüll oder in den nächsten öffentlichen Abfalleimer, nicht aber in die Natur oder in private Restmülltonnen am Spazierweg!
 
Wiesen und Felder als Nahrungsquelle
 
Wiesen und Felder dienen in erster Linie der Nahrung unserer heimischen Nutztiere, wie z.B. Milchkühe. Diese sind auf hochwertiges und gesundes Gras angewiesen. Durch den Einsatz von modernen Erntemaschinen ist es nicht möglich, auf Hundekot zu achten. Dieser gelangt mit dem Gras in die Silos.

Die Kuh nimmt dann das verunreinigte Gras auf und kann daran erkranken. Da die Qualität der Milch unter anderem auch vom Futter bestimmt wird, verschlechtert jede Verunreinigung unmittelbar auch unsere Lebensmittel. Helfen Sie bitte mit, die Gesundheit unserer Nutztiere und damit die Qualität unserer Lebensmittel zu schützen.
 
Lassen Sie deshalb Ihren Hund in der Zeit von Anfang März bis Ende Oktober nicht auf Feldern und Wiesen herumlaufen!
 
       
Ihre gesetzlichen Pflichten als verantwortungsbewusster Hundehalter:
 
In der Gemeindeverordnung über die Reinhaltung der öffentlichen Straßen und Wege ist untersagt, Straßen mehr als nach den Umständen vermeidbar zu verunreinigen. Öffentliche Straßen im Sinne dieser Verordnung sind die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege und Plätze. Hierzu gehören u. a. auch die der Straße dienenden Gräben, Böschungen, Bankette und Grünstreifen sowie die Gehwege.
 
Bedenken Sie auch, dass alle Tier- und Pflanzenarten nur dauerhaft überleben können, wenn deren Lebensräume weitestgehend unbeeinträchtig bleiben. Im Bayerischen Naturschutzgesetz, Art 25 Abs. 1, ist deshalb das Betreten landwirtschaftlicher Flächen in der Zeit zwischen Saat/Bestellung und Ernte, bei Grünflächen in der Aufwuchszeit (1. März bis 31 Oktober) für Mensch und Tier verboten! 

Verstöße gegen die genannten Vorschriften können jeweils mit einer Geldbuße geahndet werden. 

Hundesteuer

Das Halten eines Hundes im Gemeindegebiet unterliegt der gemeindlichen Hundesteuer. Wer einen über vier Monate alten, der Gemeinde noch nicht gemeldeten Hund hält, muss ihn unverzüglich der Gemeinde melden. Zur Kennzeichnung eines jeden angemeldeten Hundes gibt die Gemeinde ein Hundezeichen aus. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Im Gegensatz zu den Gebühren, für die die Bürger eine Gegenleistung von der Gemeinde erhalten, werden Steuern, so auch die Hundesteuer, ohne konkrete Gegenleistung erhoben. Die Steuereinnahmen stellen den Beitrag der Allgemeinheit zur Finanzierung der tatsächlichen öffentlichen Aufgaben dar. Die Beseitigung von Hundekot ist definitiv keine öffentliche Aufgabe sondern Aufgabe und Verpflichtung des Hundehalters. Es ist ein leider weit verbreiteter Irrtum, dass die Einnahmen aus der Hundesteuer von der Gemeinde vorrangig für die Reinigung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze von unliebsamen Hinterlassenschaften mancher Hunde zu verwenden sind.
 
 
Mit unseren Tipps für verantwortungsbewusste Hundehalter wollen wir dazu beitragen, dass Sie auch künftig viel Freude mit Ihrem vierbeinigen Begleiter haben und gleichzeitig auch gut mit Ihren Mitmenschen auskommen können. Bitte machen Sie mit!