Biotope und Schutzgebiete

Biotopkartierung

Die erste Biotopkartierung in Oberhaching datiert aus den Jahren 1979/80. Hier wurden zwei amtlich festgestellte Biotope ausgewiesen. Im Rahmen der Fortschreibung der Biotopkartierung erfolgte zehn Jahre später eine Überarbeitung der Kartierungsergebnisse. Die neuerliche Kartierung ergab 15 Biotope mit durchschnittlich drei Teilabschnitten, so dass ca. 45 „Einzelbiotope“ zu verzeichnen sind. Die Biotope sind auf Karten mit dem Maßstab 1:5000 eingetragen und können im Rathaus Oberhaching und bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt München eingesehen werden. Die nächste Überarbeitung der Biotopkartierung seitens des Landesamtes für Umweltschutz ist für die nähere Zukunft vorgesehen.

Arten- und Biotopschutzprogramm

Nach der Entdeckung der Busch-Nelke (Dianthus seguieri) erfolgte in den Jahren 1999 eine Wuchsortkartierung und im Jahr 2001 eine Kontrollkartierung im Rahmen des Artenhilfsprogrammes durch das Landesamt für Umweltschutz und die Regierung von Oberbayern. Dieses Programm wird mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde seitens des Landschaftspflegeverbandes und der Gemeinde Oberhaching seit dem Jahr 2001 umgesetzt. Weitere Projekte des Arten- und Biotopschutzprogrammes sind die von der Gemeinde veranlasste Pflege der Trockenbiotope an der Keltenschanze im Lanzenhaarer Feld (seit 1994) und der eiszeitlichen Hangkanten (seit 2006). Partner hierfür ist der Landschaftspflegeverband München-Land, bei dem die Gemeinde Oberhaching seit 2001 Mitglied ist.

Bannwald-Schutzgebiete

Bannwälder sind aufgrund ihrer Größe und Lage wichtig für die Region München als klimatische Ausgleichs- und Naherholungsgebiete zur Großstadt. Nach Artikel 11 Bayerisches Waldgesetz sind seit 1988 rechtskräftige Bannwälder:
  • Deisenhofener Forst
  • Perlacher Forst
  • Grünwalder Forst
  • Pullacher Wald

Landschaftsschutzgebiete

Nach §§ 20, 26 Bundes Naturschutzgesetz:
  • Südliches Gleißental im Gebiet der Gemeinden Dingharting und Oberbiberg
  • Deisenhofener Forst
  • Perlacher Forst
  • Grünwalder Forst einschließlich des Gleißentals
  • Hachinger Tal

Naturdenkmäler

Nach § 28 Bundes Naturschutzgesetz
  • Eiche an der Ecke Bergstr./Kirchweg
  • mehrere Eichen am Quellhang des Hachinger Baches
  • mehrere Eichen und Linden in Laufzorn

Geschützte Landschaftsbestandteile

§ 29 Bundes Naturschutzgesetz
  • Eiche im Vorderen Gleißental

Naturschutzbehörde

Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt München.