Energiepolitik in Oberhaching
Die Gemeinde Oberhaching stellt sich der größten Herausforderung der Menschheit: Dem Klimawandel.
Dieser erfordert ein rasches Umdenken und Handeln auf allen Ebenen mit dem Ziel, Energie einzusparen, Energie regenerativ zu erzeugen und Energie effizient einzusetzen. Entsprechend groß und vielfältig ist das Engagement der Gemeinde:
Diese Vision erfordert eine nachhaltige Energieplanung, die die Gemeinde mit folgenden Projekten aktiv vorantreibt:
Weitere Informationsmöglichkeiten rund ums Energiesparen finden sich in der rechten Spalte.
Ein Großteil der Oberhachinger Bürgerinnen und Bürger soll in Zukunft mit Wärme aus regenerativen Quellen versorgt werden. Hierzu wurden 2006 die Gemeindewerke Oberhaching als lokaler Energieversorger gegründet.
Seit 2011 läuft der Ausbau des Fernwärmenetzes, das aus den Geothermiebohrungen in Taufkirchen mit klimafreundlicher Erdwärme gespeist wird. Ende 2012 umfasst dieses bereits rund 20 Kilometer und wird in den kommenden Jahren immer weiter ausgebaut werden. Mit den vertraglich bereits gesicherten 20 Megawatt Wärme aus der Geothermie Taufkirchen und weiteren 10 Megawatt, für die eine Absichtserklärung der Gemeinde Grünwald besteht, wäre der gesamte Wärmebedarf Oberhachings aus Erneuerbaren Energien gedeckt.
Die Energiewende hat in Oberhaching jedoch schon in den Jahren 2003 und 2006 mit der Inbetriebnahme von zwei Hackschnitzelheizwerken begonnen. Das erste Heizwerk versorgt hauptsächlich öffentliche Gebäude wie Bibliothek, die Schulen, Kyberghalle und das Rathaus am Kyberg. Das zweite Heizwerk liefert Wärme für 46 Wohngebäude, die im Rahmen eines Einheimischenprogramms entstanden sind.
Die Gemeinde Oberhaching besitzt schon seit Jahren drei Fahrzeuge, die mit Rapsöl betrieben werden. Hierzu wurde eigens eine Rapsöl-Tankstelle im gemeindlichen Bauhof errichtet.
Auch bei den Planungen von Neubauten (Grundschule Deisenhofen, Kindergarten am Bajuwarenring, Hort- und Mittagsbetreuungsstätte am Pfarrweg) wird grundsätzlich auf maximal mögliche Energieeffizienz geachtet. Dies hat zur Folge, dass die Planungen oft über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen.
Die Gemeinde Oberhaching nimmt am european energy award®, einem europaweiten
Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energiepolitik, teil. Diese Teilnahme setzte einen Prozess in Gang mit dem Ziel eines effizienten und sinnvollen Umgangs mit Energie. In die Umsetzung entsprechender Verbesserungsmaßnahmen sollen auch private Partner eingebunden werden.
Am 5. Juli 2010 wurde die Gemeinde Oberhaching vom Bayerischen Umweltministerium für ihr Engagement prämiert. In der Urkunde heißt es: "Der Gemeinde Oberhaching wird nach eingehender Prüfung und sorgfältiger Abklärung der European Energy Award für den Zeitraum September 2009 bis September 2012 verliehen. Die Gemeinde Oberhaching erhält diese Auszeichnung für die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der kommunalen Energiepolitik."
Im Juli 2012 hat sich die Gemeinde Oberhaching erneut im Rahmen des eea-Prozesses einer externen Erfolgskontrolle unterzogen - mit erfreulichem Ergebnis: Oberhaching hat 69,3% der möglichen Punkte für ihre konstant gute Arbeit in allen energierelevanten Handlungsfeldern erhalten und ist somit wieder für drei weitere Jahre mit dem eea ausgezeichnet worden. Den ausführlichen Bericht zu diesem Audit finden Sie rechts als Download.
Dieser erfordert ein rasches Umdenken und Handeln auf allen Ebenen mit dem Ziel, Energie einzusparen, Energie regenerativ zu erzeugen und Energie effizient einzusetzen. Entsprechend groß und vielfältig ist das Engagement der Gemeinde:
Energievision
Die Gemeinde Oberhaching hat sich der Energievision des Landkreises aus dem Jahr 2006 angeschlossen. Hier heißt es: „Der Energieverbrauch im Landkreis München soll um 60 % des heutigen Verbrauchs bis zum Jahr 2050 reduziert werden. Die verbleibenden 40 % sollen vollständig durch regenerative Energiequellen abgedeckt werden.“Diese Vision erfordert eine nachhaltige Energieplanung, die die Gemeinde mit folgenden Projekten aktiv vorantreibt:
Kostenlose Energieberatung
Alle Oberhachinger Bürgerinnen und Bürger können sich kostenlos zum Thema Energie im Rathaus beraten lassen. Ein qualifizierter Energieberater gibt entscheidende Hilfestellungen bei Fragen zur Energieeinsparung am Gebäude und zu den laufenden Förderprogrammen. Hierzu bitte vorher bei Frau Rieß anmelden.Weitere Informationsmöglichkeiten rund ums Energiesparen finden sich in der rechten Spalte.
Einsatz regenerativer Energieträger
Seit 2011 läuft der Ausbau des Fernwärmenetzes, das aus den Geothermiebohrungen in Taufkirchen mit klimafreundlicher Erdwärme gespeist wird. Ende 2012 umfasst dieses bereits rund 20 Kilometer und wird in den kommenden Jahren immer weiter ausgebaut werden. Mit den vertraglich bereits gesicherten 20 Megawatt Wärme aus der Geothermie Taufkirchen und weiteren 10 Megawatt, für die eine Absichtserklärung der Gemeinde Grünwald besteht, wäre der gesamte Wärmebedarf Oberhachings aus Erneuerbaren Energien gedeckt.
Die Energiewende hat in Oberhaching jedoch schon in den Jahren 2003 und 2006 mit der Inbetriebnahme von zwei Hackschnitzelheizwerken begonnen. Das erste Heizwerk versorgt hauptsächlich öffentliche Gebäude wie Bibliothek, die Schulen, Kyberghalle und das Rathaus am Kyberg. Das zweite Heizwerk liefert Wärme für 46 Wohngebäude, die im Rahmen eines Einheimischenprogramms entstanden sind.
Photovoltaikanlagen auf Gemeindegebäuden
Die Gemeinde Oberhaching besitzt drei Photovoltaik-Anlagen: Auf dem Dach der Grundschule Oberhaching wurden schon im Jahr 2001 20 Quadratmeter realisiert, auf dem Dach des Heizwerkes an der Pestalozzistraße im Jahr 2002 70 Quadratmeter. Beide Anlagen speisen jährlich rund 9000 Kilowattstunden Strom ins Netz. Die PV-Anlage auf dem Kindergarten am Bajuwarenring mit einer Leistung von 56 kWp nahm ihren Betrieb im November 2011 auf. Eine vierte PV-Anlage wird demnächst auf dem Erweiterungsbau der Mittel- und Wirtschaftsschule Strom produzieren. Zudem existieren zwei Bürgersolaranlagen, die auf dem Dach des gemeindlichen Bauhofgebäudes in den Jahren 2004 und 2010 installiert wurden.Umweltfreundlicher Fuhrpark
Sanierung und Neubau gemeindlicher Immobilien
Ob die Rathaussanierung im Jahr 2006 oder die Sanierung der kommunalen Liegenschaften am Floßsteig und in der Kreuzenstraße im Jahr 2008: Die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Energieeinsparung bei sanierungsbedürftigen Gebäuden wurden bei weitem übertroffen.Auch bei den Planungen von Neubauten (Grundschule Deisenhofen, Kindergarten am Bajuwarenring, Hort- und Mittagsbetreuungsstätte am Pfarrweg) wird grundsätzlich auf maximal mögliche Energieeffizienz geachtet. Dies hat zur Folge, dass die Planungen oft über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen.
European Energy Award®
Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energiepolitik, teil. Diese Teilnahme setzte einen Prozess in Gang mit dem Ziel eines effizienten und sinnvollen Umgangs mit Energie. In die Umsetzung entsprechender Verbesserungsmaßnahmen sollen auch private Partner eingebunden werden.
Am 5. Juli 2010 wurde die Gemeinde Oberhaching vom Bayerischen Umweltministerium für ihr Engagement prämiert. In der Urkunde heißt es: "Der Gemeinde Oberhaching wird nach eingehender Prüfung und sorgfältiger Abklärung der European Energy Award für den Zeitraum September 2009 bis September 2012 verliehen. Die Gemeinde Oberhaching erhält diese Auszeichnung für die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der kommunalen Energiepolitik."
Im Juli 2012 hat sich die Gemeinde Oberhaching erneut im Rahmen des eea-Prozesses einer externen Erfolgskontrolle unterzogen - mit erfreulichem Ergebnis: Oberhaching hat 69,3% der möglichen Punkte für ihre konstant gute Arbeit in allen energierelevanten Handlungsfeldern erhalten und ist somit wieder für drei weitere Jahre mit dem eea ausgezeichnet worden. Den ausführlichen Bericht zu diesem Audit finden Sie rechts als Download.